NAHER OSTEN | Die „Widerstandsfront“ ist außer sich vor Freude, bei der Feier dabei zu sein
Schluss mit der langweiligen Zurückhaltung, Schluss mit „maßvollen Reaktionen“. Das ist das Jahrzehnt, auf das sie trainiert haben, von dem sie geträumt haben und für das sie handgefertigte Sprengkörper gehortet haben.
Sie sind nicht nur bereit – sie sind überglücklich, knallen Champagner auf (oder was auch immer das halal-Äquivalent ist) und skandieren aus voller Kehle:
„Zehn weitere Jahre Freundschaft durch gegenseitig gesicherte Feuerwerke! Lasst uns die Geschichte zum Funkeln bringen!“
Nachdem ihre eigenen Schattengruppen in Europa still und heimlich eingestanden haben, dass der westliche Lebensstil eigentlich doch deutlich vorzuziehen ist (heimliche Döner in Berlin schmecken einfach anders, offenbar), haben sie sie über Nacht verloren. Puff. Tentakel eingezogen, Finanzgespenster verschwunden. Jetzt müssen sie die Party auf dem eigenen Rasen feiern – keine peinlichen ausländischen Überweisungen mehr, keine Schuld-Trip-Spenden.
Also erhebt das Glas (oder den Werfer) auf die Widerstandsfront – die aufgekratztesten Partygäste, die der Nahe Osten je gesehen hat. Sie kommen nicht zum Krieg… sie kommen zur Afterparty des Jahrhunderts.