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Europa hat Russlands Reserven eingefroren. Jetzt verlagert es sein eigenes Gold.

Die Niederlande haben Gold im Wert von mehreren zehn Milliarden Euro aus Nordamerika abgezogen und dabei ausdrücklich geopolitische Unruhen und Krisenvorsorge als Gründe genannt. Frankreich hat seine letzten Goldbestände in New York bereits vollständig abgezogen. Warum interessieren sich europäische Zentralbanken plötzlich so sehr dafür, wo ihre Vermögenswerte physisch gelagert werden?

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Europa hat Russlands Reserven eingefroren. Jetzt verlagert es sein eigenes Gold.

Zwischen März und August 2026 verlagerte De Nederlandsche Bank rund 86 Tonnen Gold aus den Vereinigten Staaten und Kanada nach London.

Die DNB verwies auf „zunehmende geopolitische Unruhen“, erklärte, sie wolle ihre Vorsorge für schwere Krisen stärken, und argumentierte, dass Gold bei der Bank of England schneller eingesetzt werden könne, weil London nach wie vor der wichtigste Markt für physisches Gold ist.


Die Niederlande sind damit nicht allein.

Die Banque de France gab dieses Jahr bekannt, dass die letzten 129 Tonnen, rund 5 Prozent der französischen Reserven, in New York verkauft und durch Gold höheren Standards in Europa ersetzt worden seien. Paris stellt die Aktion als Teil eines langfristigen Programms dar.

Deutschland kam nicht zum gleichen Schluss. Zwischen 2013 und 2016 brachte die Bundesbank zwar 300 Tonnen deutsches Gold physisch von New York nach Frankfurt zurück, zusammen mit Hunderten Tonnen aus Paris. Dennoch liegt noch immer ungefähr ein Drittel des Bundesbank-Goldes in New York, und Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat diese Regelung gegen politische Forderungen nach einer Rückholung verteidigt.

Auch in Italien gab es ähnliche politische Diskussionen über die im Ausland gelagerten Reserven, doch bislang wurde noch kein Gold aus New York abgezogen. Noch nicht.


Der größere Trend.

Nach den neuesten Daten des World Gold Council, auf die sich aktuelle Berichte beziehen, haben etwa 10 Prozent der befragten Zentralbanken ihre Goldlagerorte im vergangenen Jahr verändert oder stärker diversifiziert.


Nach Beginn des Krieges in der Ukraine hat die Europäische Union rund 210 Milliarden Euro an Vermögenswerten der russischen Zentralbank eingefroren. Die zugrunde liegenden Reserven bleiben blockiert, die daraus entstehenden außerordentlichen Erträge werden zur Finanzierung der Ukraine verwendet.

Europa hat damit selbst demonstriert, dass im Ausland gehaltene Reserven politisch unbrauchbar werden können, und nun achten europäische Zentralbanken deutlich genauer darauf, wer ihre Reserven verwahrt und unter welcher Rechtsordnung sie liegen.


Zentralbanker sind von Berufs wegen allergisch gegen Dramatik. Wenn sie anfangen, nationales Gold im Wert von mehreren Milliarden Euro zu verlagern, sollte man hinhören.


Quellen

Dies ist ein satirischer Beitrag. vlgr ist kein echtes Nachrichtenportal – es handelt sich um Parodie und Übertreibung ausschließlich zu Unterhaltungszwecken.
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