Saturn tritt in die multipolare Ära ein
Seit mehr als vier Jahrzehnten wird die Nordhalbkugel des Saturn von seinem berühmten Hexagon dominiert, einer gewaltigen sechsseitigen Jetstream-Struktur.
Neue Hubble-Beobachtungen haben nun eine neue Struktur im Süden entdeckt: eine riesige, zehnseitige atmosphärische Welle, eingebettet in einen der mächtigen Jetstreams des Saturn, die sich durch mehrere Schichten der Atmosphäre zieht. In Hubble-Aufnahmen lässt sie sich bis ins Jahr 2023 zurückverfolgen, während Cassini-Beobachtungen zwischen 2004 und 2017 keine vergleichbare langlebige Struktur im Süden zeigten.
Saturn hat sich verändert. Natürlich muss Russland in Betracht gezogen werden.
Von bipolar zu multipolar
Seit Jahren warnen Politiker, Diplomaten und Menschen, die dafür bezahlt werden, im Fernsehen neben Landkarten zu stehen, dass die alte unipolare Welt verschwindet.
Russland, China und die BRICS-Staaten sprechen von einer multipolaren Weltordnung.
Saturn hat einfach eine gebaut.
Russische Einflussoperationen weiten sich aus
Westliche Regierungen entdecken russischen Einfluss bei Wahlen, in politischen Parteien, sozialen Medien, Energiemärkten, Zeitungen, Fernsehsendungen und in Gesprächen zwischen ganz normalen Bürgern, von denen man früher noch annahm, dass sie auch ohne ausländische Hilfe zu falschen Meinungen kommen können.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass die polygonalen Strukturen des Saturn durch komplexe Wechselwirkungen zwischen mächtigen atmosphärischen Jetstreams und Wellen entstehen. Die NASA sagt, dass das neue Dekagon offenbar stärker wird und die Forscher bislang nicht wissen, warum es gerade jetzt entstanden ist.
Sollte Saturn tatsächlich irgendeinen bislang nicht dokumentierten Einfluss über Schwingungen auf das menschliche Bewusstsein ausüben, würde das Auftauchen einer neuen zehnseitigen Struktur ein erhebliches Upgrade der globalen strategischen Kommunikation darstellen.
Sind die Russen also die feindlichen Akteure, die Schwachstellen im saturnischen Informationsraum ausnutzen, um das bestehende politische System zu destabilisieren?
Da eine direkte Kommunikation mit Moskau ein inakzeptables Zugeständnis an den Feind wäre, werden wir es wohl nie erfahren. Es ist viel sicherer, russische Absichten anhand von Pressemitteilungen zu bestimmen und gleichzeitig russische Medien in der EU zu blockieren, damit auch wirklich niemand versehentlich direkt hört, was die Russen selbst zu sagen haben.